Industrielle Abwärme effizient nutzen

Modularer Wärmespeicher in Entwicklung

Zur Nutzung industrieller Abwärme wird ein modularer Wärmespeicher entwickelt. Foto: Steinbeis-Innovationszentrum Innovations- und Wissensstrategien / ENSTOR: Energy Storage Network

9. Juli 2018 – Industrielle Abwärme fällt in einer Vielzahl von Industrieprozessen als Nebenprodukt an und wird derzeit oft ungenutzt an die Umgebung abgegeben. Dies gilt besonders für Hochtemperaturprozesse  mit Prozesstemperaturen von mehr als 1.000 °C. Die mit der Energiebereitstellung einhergehenden Kosten und CO2-Emissionen stellen eine große Belastung für die Unternehmen und die Umwelt dar. In der Industrie wird die Abwärme bereits häufig durch direkte Wiedereinkopplung zur Beheizung anderer Prozesse sowie zur Strom- oder Drucklufterzeugung genutzt. Jedoch besteht bei vielen Prozessen ein zeitlicher Versatz zwischen der Verfügbarkeit der Abwärme und dem Bedarf an Wärme beziehungsweise elektrischer Energie.

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Dieselkraftstoff und Heizöl

Natürliche Alterungsprozesse verlangsamen

Innenansicht einer Heizölpumpe: Nach rund 400 Stunden Betriebszeit mit Bioheizöl (Heizöl mit 10 % FAME) sind deutlich Ablagerungen erkennbar. Foto: OWI

6. Juli 2018 – Dieselkraftstoff und Heizöl, die chemisch betrachtet zur Gruppe der Mitteldestillate zählen, unterliegen im Laufe der Lagerung einer natürlichen Alterung. Durch die Beimischung von alternativen und biogenen flüssigen Kraftstoffen zu mineralölstämmigen Mitteldestillaten können sich die Alterungsprozesse verstärken. Zum Beispiel begünstigt Fettsäuremethylester aus regenerativen Rohstoffen die verstärkte Bildung von Sedimenten und Säuren sowie die Oxidation. Die Ursachen der Sedimentbildung konnten bisher nicht vollständig aufgeschlüsselt werden.

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Betriebssicherheit von Stand- und Zuheizern erhöhen

Promotion am OWI

Für die Versuche zur Erzeugung von Ablagerungen an Vliesverdampfern wurden Brennstoffmischungen zur Nachstellung der Alterung über mehrere Monate bei 8°C und 40°C eingelagert. Foto: OWI

27. Juni 2018 – M.Sc. Winfried Koch hat im April 2018 seine Dissertation an der RWTH Aachen erfolgreich verteidigt. Seine Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der thermischen Stabilität von flüssigen Brenn- und Kraftstoffen auf den Aufbau und Abbau von Rückständen in Vliesverdampfern. Sie wurde am OWI Oel-Waerme-Institut im Rahmen des Forschungsprojektes „Einfluss des Verdunstungsverhaltens auf die Verkokungsneigung von flüssigen Brennstoffen auf benetzten Oberflächen“ geschrieben.

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AVIA unterstützt die OWI-Forschung

Sponsoring des „Forschungscluster Future Fuels“

Die Untersuchung der chemisch-physikalischen Eigenschaften neuer und herkömmlicher Brenn- und Kraftstoffe gehört zum Forschungsportfolio des OWI. Foto: OWI

5. Juni 2018 – Die AVIA AG unterstützt seit April 2018 die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH im Bereich künftiger Brenn- und Kraftstoffe (Future Fuels). AVIA und OWI haben eine Sponsoringvereinbarung abgeschlossen, die sich auf die Unterstützung des „OWI Forschungsclusters Future Fuels“ bezieht. Dieser umfasst nach derzeitigem Stand 13 Einzelprojekte für die Jahre 2016 bis 2020 mit einem Gesamtprojektvolumen von rund 6,3 Millionen Euro.

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Erforschung der Mischung alternativer Brenn- und Kraftstoffe

Lagerungsstabilität sicher bestimmen

Der Rancimattest zur Bestimmung der Lagerstabilität von alternativen Brennstoffen soll für Mehrkomponenten-Brennstoffe ertüchtigt werden. Foto: OWI

23. Mai 2018 – Treibhausgasreduzierte flüssige Brenn- und Kraftstoffe werden künftig an Bedeutung zunehmen, weil sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Fettsäuremethylester (FAME) aus Altspeisefetten (UCOME) kann heute schon beigemischt werden und auch hydriertes Pflanzenöl (HVO) eignet sich technisch als Heizölersatz. Weitere biogene und synthetische Brennstoffe (XtL) befinden sich in der Entwicklung. Brennstoffe, die aus mehreren Komponenten bestehen, müssen langzeitstabil und alterungsresistent bei der Lagerung im Heizöltank sein.

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Untersuchung innerer Ablagerungen an Diesel-Injektoren

Promotion am OWI

Prüfstand zur Untersuchung innerer Ablagerungen an Dieselinjektoren. (Foto: OWI)

22. Mai 2018 – Dipl.-Ing. Hajo Hoffmann hat im Februar 2018 seine Dissertation an der RWTH Aachen erfolgreich verteidigt. Seine Arbeit liefert einen Beitrag zur Untersuchung innerer Ablagerungen an Diesel-Injektoren („A Contribution to the Investigation of Internal Diesel Injector Deposits“). Sie wurde am OWI Oel-Waerme-Institut im Rahmen eines Forschungsprojektes („ENIAK“) zur Untersuchung der Ursachen von Injektor-Fehlfunktionen in Dieselmotoren geschrieben. In Folgeprojekten („ENIAK2“ und „SaveBio“) werden die Zusammenhänge am OWI weiter untersucht. Derzeit ist Hajo Hoffmann bei der TEC4FUELS GmbH, der Muttergesellschaft des OWI, als Leiter der Business Unit „Qualitywatch“ tätig, die sich mit der Prüfung der Kraftstoffe für Netzersatzanlagen befasst.

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Future Fuels und effiziente Technik

Tätigkeitsbericht 2016/ 2017 des OWI erschienen

Der aktuelle Tätigkeitsbericht des OWI. (Foto: OWI)

14. Mai 2018 – Das Oel-Waerme-Institut (OWI) bietet in seinem neu erschienenen Tätigkeitsbericht 2016/ 17 einen Einblick in seine aktuellen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Die im Rahmen der Energiewende gestellten Fragen, mit welchen möglichen Energieträgern wir in Zukunft heizen und mobil sein werden, sind auch Gegenstand der Forschungstätigkeit des An-Instituts der RWTH Aachen. Das Schwerpunktthema des aktuellen Berichts beschäftigt sich daher mit „Future Fuels“, den flüssigen, treibhausgasarmen Brenn- und Kraftstoffen der Zukunft. Im Hinblick auf klima- und umweltschonende Mobilität und Raumwärme sieht sich das OWI mit seinen über viele Jahre aufgebauten Kompetenzen im Bereich zukunftsfähiger flüssiger Brenn- und Kraftstoffe sehr gut aufgestellt. „Den Grund dafür sehen wir in unserer strategischen Ausrichtung auf Future Fuels mit reduziertem Treibhausgaspotenzial, wie zum Beispiel sogenannte E-Fuels oder Synfuels, sowie deren Einsatz in modernen Verbrennungs- und Motorentechnologien“, erläutert OWI-Geschäftsführer David Diarra.

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OWI auf der UNITI Expo 2018

Future Fuels für Mobilität und Wärme

OWI arbeitet an effizienten, treibhausgas- und emissionsarmen Lösungen für die Wärmeerzeugung und Mobilität von Morgen. (Foto: OWI)

07. Mai 2018 – Das OWI Oel-Waerme-Institut wird auf der UNITI Expo vom 15. bis 17. Mai 2018 in Stuttgart mit einem eigenen Messestand vertreten sein. Das gemeinnützige Forschungsinstitut präsentiert sich in Halle 3 auf dem Themenstand „Alternative Kraftstoffe“ (Stand 3E50) mit aktuellen Forschungsprojekten, die es in seinem Forschungscluster „Future Fuels“ durchführt. Darin sind Projekte zusammengefasst, die hocheffiziente sowie treibhausgas- und emissionsarme Lösungen für die Wärmeerzeugung und Mobilität von Morgen anstreben.

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FLOX-Brenner für flüssige Brennstoffe entwickelt

Effizienter und wirtschaftlicher Betrieb von Industrieöfen

Einfluss der Düsenposition auf die Flammentemperatur der flammlosen Oxidation (FLOX). (Grafik: OWI)

2. Mai 2018 – Die e-flox GmbH, das Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart und das OWI Oel-Waerme-Institut haben gemeinsam ein neues Verbrennungskonzept für die Nutzung unterschiedlicher flüssiger und biogener Brennstoffe im FLOX®-Verfahren entwickelt. Beim FLOX®-Verfahren findet eine flammlose Oxidation beziehungsweise Verbrennung des Brennstoffes statt, was namensgebend für das Verfahren ist. Der entwickelte Prototyp ermöglicht durch eine feine Zerstäubung und eine auf das FLOX®-Verfahren abgestimmte Einbringung der Brennstoffe eine emissionsarme und ablagerungsfreie Umsetzung von flüssigen Brennstoffen.

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Heizen mit Pyrolyseöl aus Restbiomasse hat Potenzial

Deutlich geringere Treibhausgasemissionen und Ascherecycling sind möglich

Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl wird im Forschungsprojekt Residue2Heat aus land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt. Foto: bogitw – pixabay.com

19. Dezember 2017 – Erste Zwischenergebnisse des EU-Forschungsprojekts “Residue2Heat“ zeigen, dass bei der Verwendung von Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl im Raumwärmemarkt hohe CO2-Einsparungen sowie das Recycling und nachhaltige Nutzung der bei der Herstellung entstehenden Asche zu erreichen sind.

Das europäische Forschungsprojekt hat zum Ziel, unterschiedliche Ströme von Biomasseresten für die häusliche Wärmeproduktion zu nutzen. Mit Hilfe des Schnell-Pyrolyse-Verfahrens werden Biomassereste in Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl gewandelt, das als biogener Brennstoff der 2. Generation für die Verbrennung in einer Raumheizung geeignet ist.

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