Forschungsradar 2017

Beispielhafte Projekte zu Herstellung treibhausgasreduzierter Fuels

Forschungsradar 2017 (Grafik: IWO)

12. Dezember 2017 – Flüssige Brenn- und Kraftstoffe leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu einer sicheren und wirtschaftlichen Energieversorgung in den Sektoren Mobilität und Wärme. Zukünftig soll ihr Beitrag zum Klimaschutz deutlich steigen. Daher arbeitet die Forschung intensiv an der Herstellung treibhausgasreduzierter flüssiger Brenn- und Kraftstoffe, um ihre Vorteile auch in Zukunft nutzen zu können. 

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„Öl weiter denken“

OWI unterstützt Informationskampagne

11. Dezember 2017 – Fossile flüssige könnten künftig durch neue Brenn- und Kraftstoffe sukzessive ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass sie weitgehend CO2-neutral sind, ihre Rohstoffe nicht in Konkurrenz zur Herstellung von Nahrungsmitteln stehen und zu unerwünschten Landnutzungsänderungen führen. Die Potenziale flüssiger Energieträger und mögliche Wege zu treibhausgasreduzierten flüssigen Brenn- und Kraftstoffen sind in Deutschland noch weitgehend unbekannt.  … »

Energiewende nur mit flüssigen CO2-neutralen Fuels

OWI und TEC4FUELS unterstützen technisch ausgereifte Entwicklungen

OWI arbeitet an technisch ausgereiften Entwicklungen für Mobilität und Raumwärme auf der Basis von flüssigen CO2-neutralen Fuels. Foto: tomaspic – fotolia.com

6. Dezember 2017 – Mögliche Wege zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende im Sinne einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 80 % beziehungsweise 95 % sind Gegenstand der aktuellen politischen Diskussion, die jetzt durch zwei aktuelle Studien der Deutschen Energieagentur (dena) und der Prognos AG mit neuen Fakten ergänzt wurde. Das erste Zwischenfazit aus der dena-Leitstudie Integrierte Energiewende liefert dazu wichtige Argumente für eine technologieoffene Gestaltung der Energiewende. Ein künftiger, breiter Technologiemix wäre demnach deutlich günstiger und robuster als Szenarios, die einen hohen Grad an Elektrifizierung vorsehen.

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Betriebssicherheit mit alternativen Brennstoffen

OWI entwickelt Schnelltest für Heizungskomponenten

5. Dezember 2017 – Werkstoffe von brennstoffführenden Bauteilen von Heizungen müssen zur Gewährleistung einer langen Lebensdauer so ausgelegt werden, dass es nicht zu unerwünschten Wechselwirkungen mit dem Brennstoff kommt. Heizöl wird im Markt auch mit einer Zumischung von Biobrennstoffen angeboten. Biobrennstoffe wie Fettsäuremethylester (FAME) haben allerdings andere chemisch-physikalische Eigenschaften als Heizöl. Bei FAME und Heizöl-FAME-Blends ist für eine Beurteilung des Korrosionssystems Werkstoff/Medium/Umgebung wichtig, Alterungseffekte des Mediums einzubeziehen. Ein Prüfverfahren, das den Alterungs-Aspekt berücksichtigt und mit dem sich die Verträglichkeit eines Werkstoffs gegenüber den alternativen Brennstoffen in kurzer Prüfzeit feststellen lässt, existiert zurzeit nicht. Für die Bauteilhersteller kann ein solches Prüfverfahren die Entwicklungszeit neuer Produkte deutlich verkürzen.

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Untersuchung von Mikroemulsionen in Mitteldestillaten

Starker Einfluss der Heizölqualität beobachtet

Beispiel einer zu Versuchszwecken forciert hergestellten Öl-in-Wasser-Emulsion mit Mikroorganismen. Foto: iAMB

15. November 2017 – Auf der Suche nach Bildungsmechanismen von Mikroemulsionen in Heizöl und Dieselkraftstoffen sind das OWI Oel-Waerme-Institut und das Institut für Angewandte Mikrobiologie (iAMB) der RWTH Aachen in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben einen wichtigen Schritt vorangekommen. Mikroemulsionen können sowohl die Korrosion als auch während einer mikrobiologischen Degradation die Biofilmbildung beeinflussen. Das kann in Einzelfällen zu Betriebsstörungen von Heizungen oder Motoren führen.

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Pflanzenöl als Kraftstoff in der Landwirtschaft

Ertüchtigung von Traktoren für Multi-Fuel-Einsatz

Ein Forschungsprojekt will Pflanzenöl aus Raps als Teil einer Multi-Fuel Einsatzstrategie in der Landwirtschaft nutzbar machen. Foto: TFZ

11. Oktober 2017 – In der Landwirtschaft könnte die Verbreiterung des Einsatzes von Pflanzenöl als Kraftstoff in Traktoren ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Rahmen einer ressourcenschonenden Bioökonomie sein. Allerdings muss die Verträglichkeit von kraftstoffführenden Bauteilen mit Pflanzenölkraftstoff geprüft werden, damit die Betriebssicherheit und Lebensdauer von Traktoren und anderen Landmaschinen gewährleistet ist. Um Pflanzenöl aus Raps als Teil einer Multi-Fuel Einsatzstrategie nutzbar zu machen, werden in einem Forschungsprojekt nun insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Kraftstoffen und Dieselinjektoren betrachtet.

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Alternative flüssige Brenn- und Kraftstoffe der Zukunft

Positionspapier zur nachhaltigen Erzeugung

Fortschrittliche flüssige Brenn- und Kraftstoffe könnten aus Biomasseresten, wie zum Beispiel Stroh oder Holz, hergestellt werden. (Foto: Harry Hautumm/ pixelio.de)

25. September 2017 – Flüssige Brenn- und Kraftstoffe sind auf absehbare Zeit im Verkehrssektor ebenso unverzichtbar wie flüssige Brennstoffe im Wärmemarkt. Welche Wege zu ihrer nachhaltigen Erzeugung auf Basis von Biomasse, Reststoffen oder „Power-to-X“-Konzepten gangbar sind, skizziert der ProcessNet-Arbeitsausschuss der Dechema „Alternative flüssige und gasförmige Kraft- und Brennstoffe“ in seinem aktuellen Positionspapier. Aus Sicht der Experten aller relevanten Branchen aus Wissenschaft, Verbänden und Industrie sind dafür nicht nur gezielte Technologieentwicklungen notwendig, auch die Rahmenbedingungen müssen entsprechend gestaltet werden.

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Innovationscluster mit OWI Beteiligung für Energy Award nominiert

Projekt „e4ships“ entwickelt Brennstoffzellen für sauberen Bordstrom auf Schiffen

Auf der MS Forester soll der Seetest des Brennstoffzellensystems stattfinden. (Foto: Reederei Rörd Braaren)

18. September 2017 – Mit der Nominierung des Innovationsclusters „e4ships“ in der Kategorie Mobilität für den Energy Award 2017 erhält auch das Teilprojektprojekt „SchiffsIntegration Brennstoffzelle“ (SchiBZ), an dem das OWI Oel-Waerme-Institut als Forschungspartner beteiligt ist, die Chance auf die Verleihung der begehrten Auszeichnung. SchIBZ ist ein wichtiges Teilprojekt des Verbundvorhabens „e4ships“, das die Energieversorgung an Bord seegängiger Schiffe durch den Einsatz von Brennstoffzellen deutlich effizienter gestalten und Emissionen vermeiden will.

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Fit für mehr „Bio“ im Kraftstoff

Wechselwirkungen mit technischen Bauteilen untersucht

Am OWI-Prüfstand: Hubkolbendosierpumpen im Stresstest mit Dieselkraftstoffblends.

11. September 2017 – In einem öffentlich geförderten Forschungsprojekt haben das OWI Oel-Waerme-Institut und Webasto, Weltmarktführer für Schiebe-, Panorama- und Cabriodächer sowie Standheizungen, den Einfluss verschiedener biogener Kraftstoffe auf die mögliche Bildung von Ablagerungen und Rückständen an technischen Bauteilen untersucht. Diese können unter bestimmten Bedingungen bei der Verdampfung von Kraftstoff auf heißen Oberflächen entstehen und die Funktion der Bauteile maßgeblich einschränken. Die Erkenntnisse sollen helfen, speziell Fahrzeugheizungen kleiner Leistung so auszulegen, dass sie betriebssicher funktionieren und ihre vorgesehene Lebensdauer auch dann erreichen, wenn zukünftig höhere Zumischquoten von Biokraftstoffen im nationalen und internationalen Märkten gelten werden.

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OWI – Erfolgreich mit neuer Struktur und „Future Fuels“

OWI-Geschäftsführer David Diarra: „Unsere Kompetenzen im Bereich zukunftsfähiger flüssiger Brenn- Kraftstoffe sind sehr gefragt.“ Foto: OWI

28. August 2017 – Das OWI Oel-Waerme-Institut zieht eine positive Zwischenbilanz seiner Neuausrichtung. Mit einem Auftragseingang von über zwei Millionen Euro in 2017 für öffentlich geförderte Forschungsprojekte zur Entwicklung und Anwendung flüssiger Energieträger sieht sich das gemeinnützige Forschungsinstitut sehr gut aufgestellt. Für 2018 stehen Auftragseingänge in ähnlicher Größenordnung in Aussicht. „Die Neuausrichtung trägt die erwarteten Früchte“, freut sich OWI-Geschäftsführer David Diarra. „Durch die aktuelle Diskussion um klima- und umweltschonende Mobilität sind unsere Kompetenzen im Bereich zukunftsfähiger flüssiger Brenn- und Kraftstoffe derzeit sehr gefragt“, erläutert Diarra.

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