Future Fuels

… ein wichtiger Beitrag zur Energiewende

 

CO2-neutrale Brenn- und Kraftstoffe können aus erneuerbarem Strom und einer Kohlenstoffquelle hergestellt werden. (Foto: H.D. Volz/ pixelio.de)

Future Fuels sind Brenn- und Kraftstoffe, die komplexen Anforderungen an Nachhaltigkeit und ihrer Einsetzbarkeit in technischen Anwendungen entsprechen müssen. Sie können aus unterschiedlichen Rohstoffen hergestellt werden. Dies können nachwachsende Rohstoffe wie Biomasse und zunehmend auch Biomassereststoffe sein, die zu Biomass-to-Liquids (BtL) Biofuels verarbeitet werden. Beispiel sind hydrierte Pflanzenöle (HVO), Biodiesel und Fettsäuremethylester (FAME), Pyrolyseöl oder Bio-Ethanol. Daneben besteht die Möglichkeit, im Waste-to-Liquids (WtL) Pfad Reststoffe oder alternative CO2-Quellen (etwa aus Industrieabgasen) zur Gewinnung von Kohlenstoffen zu nutzen, die unter Hinzunahme von Wasserstoff zu synthetischen Fuels (Synfuels) entwickelt werden können. Der Wasserstoff kann wiederum unter Einsatz von erneuerbarem Überschussstrom mit dem Verfahren der Elektrolyse gewonnen werden.

Die Anforderungen an Future Fuels sind hoch. Ihre Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen darf nicht in Konkurrenz mit Nahrungs- und Futtermitteln stehen und ihr Treibhausgas-minderungspotenzial gegenüber fossilen Brenn- und Kraftstoffen sollte mindestens 60% betragen. Ihre Verträglichkeit mit fossilen Brenn- und Kraftstoffen sollte gegeben sein, damit eine Beimischung möglich ist, Qualitätsmerkmale wie die Lagerfähigkeit müssen erhalten bleiben. Future Fuels, die diese Anforderungen erfüllen, sind sowohl ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende als auch für die Erreichung der Klimaschutzziele.

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