Dieselkraftstoff und Heizöl

Natürliche Alterungsprozesse verlangsamen

Innenansicht einer Heizölpumpe: Nach rund 400 Stunden Betriebszeit mit Bioheizöl (Heizöl mit 10 % FAME) sind deutlich Ablagerungen erkennbar. Foto: OWI

6. Juli 2018 – Dieselkraftstoff und Heizöl, die chemisch betrachtet zur Gruppe der Mitteldestillate zählen, unterliegen im Laufe der Lagerung einer natürlichen Alterung. Durch die Beimischung von alternativen und biogenen flüssigen Kraftstoffen zu mineralölstämmigen Mitteldestillaten können sich die Alterungsprozesse verstärken. Zum Beispiel begünstigt Fettsäuremethylester aus regenerativen Rohstoffen die verstärkte Bildung von Sedimenten und Säuren sowie die Oxidation. Die Ursachen der Sedimentbildung konnten bisher nicht vollständig aufgeschlüsselt werden.

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AVIA unterstützt die OWI-Forschung

Sponsoring des „Forschungscluster Future Fuels“

Die Untersuchung der chemisch-physikalischen Eigenschaften neuer und herkömmlicher Brenn- und Kraftstoffe gehört zum Forschungsportfolio des OWI. Foto: OWI

5. Juni 2018 – Die AVIA AG unterstützt seit April 2018 die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH im Bereich künftiger Brenn- und Kraftstoffe (Future Fuels). AVIA und OWI haben eine Sponsoringvereinbarung abgeschlossen, die sich auf die Unterstützung des „OWI Forschungsclusters Future Fuels“ bezieht. Dieser umfasst nach derzeitigem Stand 13 Einzelprojekte für die Jahre 2016 bis 2020 mit einem Gesamtprojektvolumen von rund 6,3 Millionen Euro.

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Erforschung der Mischung alternativer Brenn- und Kraftstoffe

Lagerungsstabilität sicher bestimmen

Der Rancimattest zur Bestimmung der Lagerstabilität von alternativen Brennstoffen soll für Mehrkomponenten-Brennstoffe ertüchtigt werden. Foto: OWI

23. Mai 2018 – Treibhausgasreduzierte flüssige Brenn- und Kraftstoffe werden künftig an Bedeutung zunehmen, weil sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Fettsäuremethylester (FAME) aus Altspeisefetten (UCOME) kann heute schon beigemischt werden und auch hydriertes Pflanzenöl (HVO) eignet sich technisch als Heizölersatz. Weitere biogene und synthetische Brennstoffe (XtL) befinden sich in der Entwicklung. Brennstoffe, die aus mehreren Komponenten bestehen, müssen langzeitstabil und alterungsresistent bei der Lagerung im Heizöltank sein.

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Heizen mit Pyrolyseöl aus Restbiomasse hat Potenzial

Deutlich geringere Treibhausgasemissionen und Ascherecycling sind möglich

Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl wird im Forschungsprojekt Residue2Heat aus land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt. Foto: bogitw – pixabay.com

19. Dezember 2017 – Erste Zwischenergebnisse des EU-Forschungsprojekts “Residue2Heat“ zeigen, dass bei der Verwendung von Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl im Raumwärmemarkt hohe CO2-Einsparungen sowie das Recycling und nachhaltige Nutzung der bei der Herstellung entstehenden Asche zu erreichen sind.

Das europäische Forschungsprojekt hat zum Ziel, unterschiedliche Ströme von Biomasseresten für die häusliche Wärmeproduktion zu nutzen. Mit Hilfe des Schnell-Pyrolyse-Verfahrens werden Biomassereste in Schnell-Pyrolyse-Bio-Öl gewandelt, das als biogener Brennstoff der 2. Generation für die Verbrennung in einer Raumheizung geeignet ist.

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Pflanzenöl als Kraftstoff in der Landwirtschaft

Ertüchtigung von Traktoren für Multi-Fuel-Einsatz

Ein Forschungsprojekt will Pflanzenöl aus Raps als Teil einer Multi-Fuel Einsatzstrategie in der Landwirtschaft nutzbar machen. Foto: TFZ

11. Oktober 2017 – In der Landwirtschaft könnte die Verbreiterung des Einsatzes von Pflanzenöl als Kraftstoff in Traktoren ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Rahmen einer ressourcenschonenden Bioökonomie sein. Allerdings muss die Verträglichkeit von kraftstoffführenden Bauteilen mit Pflanzenölkraftstoff geprüft werden, damit die Betriebssicherheit und Lebensdauer von Traktoren und anderen Landmaschinen gewährleistet ist. Um Pflanzenöl aus Raps als Teil einer Multi-Fuel Einsatzstrategie nutzbar zu machen, werden in einem Forschungsprojekt nun insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Kraftstoffen und Dieselinjektoren betrachtet.

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Fit für mehr „Bio“ im Kraftstoff

Wechselwirkungen mit technischen Bauteilen untersucht

Am OWI-Prüfstand: Hubkolbendosierpumpen im Stresstest mit Dieselkraftstoffblends.

11. September 2017 – In einem öffentlich geförderten Forschungsprojekt haben das OWI Oel-Waerme-Institut und Webasto, Weltmarktführer für Schiebe-, Panorama- und Cabriodächer sowie Standheizungen, den Einfluss verschiedener biogener Kraftstoffe auf die mögliche Bildung von Ablagerungen und Rückständen an technischen Bauteilen untersucht. Diese können unter bestimmten Bedingungen bei der Verdampfung von Kraftstoff auf heißen Oberflächen entstehen und die Funktion der Bauteile maßgeblich einschränken. Die Erkenntnisse sollen helfen, speziell Fahrzeugheizungen kleiner Leistung so auszulegen, dass sie betriebssicher funktionieren und ihre vorgesehene Lebensdauer auch dann erreichen, wenn zukünftig höhere Zumischquoten von Biokraftstoffen im nationalen und internationalen Märkten gelten werden.

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OWI – Erfolgreich mit neuer Struktur und „Future Fuels“

OWI-Geschäftsführer David Diarra: „Unsere Kompetenzen im Bereich zukunftsfähiger flüssiger Brenn- Kraftstoffe sind sehr gefragt.“ Foto: OWI

28. August 2017 – Das OWI Oel-Waerme-Institut zieht eine positive Zwischenbilanz seiner Neuausrichtung. Mit einem Auftragseingang von über zwei Millionen Euro in 2017 für öffentlich geförderte Forschungsprojekte zur Entwicklung und Anwendung flüssiger Energieträger sieht sich das gemeinnützige Forschungsinstitut sehr gut aufgestellt. Für 2018 stehen Auftragseingänge in ähnlicher Größenordnung in Aussicht. „Die Neuausrichtung trägt die erwarteten Früchte“, freut sich OWI-Geschäftsführer David Diarra. „Durch die aktuelle Diskussion um klima- und umweltschonende Mobilität sind unsere Kompetenzen im Bereich zukunftsfähiger flüssiger Brenn- und Kraftstoffe derzeit sehr gefragt“, erläutert Diarra.

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Biogene Kraftstoffe flexibel nutzen

Multi-Fuel-Brenngaserzeuger für BHKW´s in Entwicklung

Der in Entwicklung befindliche Multi-Fuel-Brenngaserzeuger könnte beispielsweise in Blockheizkraftwerken zum Einsatz kommen. Foto: Gerd – fotolia.com

4. Juli 2017 – Flüssige Brenn- und Kraftstoffe bestehen schon heute aus Gemischen konventioneller und alternativer Komponenten, wie zum Beispiel Diesel und Biodiesel. Die Vielfalt alternativer Brennstoffe wird in Zukunft weiter steigen, zum Beispiel durch hydrierte Öle aus Biomassereststoffen, mit denen die Treibhausgasemissionen mobiler und stationärer Anwendungen reduziert werden könnten. Durch biogene Anteile im Brennstoff ergeben sich aber auch schwankende Eigenschaften dieser „Future Fuels“, die im motorischen Verbrennungsprozess beherrscht werden müssen. Als Lösung dieser technischen Herausforderung entwickeln das OWI Oel-Waerme-Institut, das Institut für Mikroverfahrenstechnik am Karlsruher Institut für Technologie und das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik in einem Forschungsprojekt einen neuartigen Brenngaserzeuger. 

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Bioöle aus Abfallstoffen

Neue flüssige Brennstoffe für den Hauswärmemarkt?

Durch Verfahrensschritte der Hydrierung kann aus alternativen Rohstoffen wie Altspeisefett oder Pflanzenölen wie Pyrolyseöl oder Tallöl hydriertes Bioöl entstehen, das ähnliche Eigenschaften wie Heizöl besitzt. Foto: TU Bergakademie Freiberg

31. Mai 2017 – Flüssige regenerative Energieträger müssten im Rahmen der Energiewende auf eine breitere Rohstoffbasis gestellt werden, damit sie einen höheren Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Bei der Suche nach alternativen Rohstoffen ist die Nutzung von Abfallstoffen (Altspeisefette, Pyrolyseöl, Tallöl, etc.) zur Herstellung von synthetischen Brennstoffen mittels Hydrierung eine bisher noch wenig erforschte Option. Die Hydrierung von Pflanzenölen ist ein zunehmend bedeutsamer Prozess zur Gewinnung von hochwertigen Brenn- und Kraftstoffkomponenten aus nachwachsenden Rohstoffen. Ihre Eigenschaften sind denen von Diesel und Heizöl sehr ähnlich. Das Ziel der Forschung und Entwicklung ist ein Brennstoff auf dem technischen Niveau von Heizöl, der als hydriertes Bioöl (Hydrogenated Bio Oil, HBO) dem Heizöl beigemischt und als Ergänzung im Raumwärmemarkt genutzt werden könnte.

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Biogasmotor für Blockheizkraftwerke wird optimiert

Stromausbeute soll steigen

Mit Biogas betriebene BHKW´s können mit der Reformgasmotortechnologie und intelligenten Steuerungs- und Regelungstechniken Wärme und Strom noch bedarfsgerechter zur Verfügung stellen. Foto: Bertold Werkmann – fotolia.com

Mit Biogas betriebene BHKW´s können mit der Reformgasmotortechnologie und intelligenten Steuerungs- und Regelungstechniken Wärme und Strom noch bedarfsgerechter zur Verfügung stellen. Foto: Bertold Werkmann – fotolia.com

11. Mai 2017 – Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Biogasmotoren wandeln regenerativ erzeugtes Biogas in Strom und Wärme, die in Strom- bzw. Nahwärmenetze eingespeist werden können. Dabei wird technisch bedingt mehr Wärme als Strom erzeugt. Um den Anteil der Stromwandlung von BHKW´s zu erhöhen, strebt ein neues Forschungsprojekt nun die Steigerung des elektrischen Wirkungsgrads von Blockheizkraftwerken mit Biogasmotoren an. Das Konzept sieht vor, dass in das BHKW eine Reformereinheit integriert und mit dem Gasmotor gekoppelt wird. 

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