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„Forschung für die Transformation der Mineralölbranche“

Der en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie hat zu Ende des Jahres 2025 die vollständige Beteiligung am Forschungsinstitut OWI Science for Fuels gGmbH übernommen. Damit stärkt der Verband seine direkte Anbindung an die angewandte Energieforschung und schafft die Grundlage für eine noch engere Verzahnung von wissenschaftlicher Arbeit und praktischen Anforderungen aus der Branche. Das Institut wird aktuell von je einer Geschäftsführerin vom OWI und von en2x geleitet.

 

„Mit der Übernahme wollen wir die Bindung zur Forschung im Sinne klimaschonender und zugleich technologieoffener Fuels stärken“, sagt Karolina Kumarasingham, neue Co-Geschäftsführerin OWI und Leiterin Recht bei en2x. „Gleichzeitig können wir das Institut mit Energieunternehmen in der Transformation zusammenbringen und so dazu beitragen, dass Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung kommen.“

 

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und auf die Möglichkeit, unsere Forschung noch stärker an den Bedürfnissen der Industrie auszurichten“, sagt Dr.-Ing. Sangeetha Ramaswamy, die seit sechs Jahren bei OWI tätig ist und im Januar ebenfalls in die Geschäftsführung gewechselt ist. „Unsere Rolle bleibt dabei klar: unabhängige, wissenschaftlich fundierte Forschung als Grundlage für belastbare Entscheidungen in Politik, Industrie und Gesellschaft.“

 

Hervorgegangen war OWI aus einer Forschungseinrichtung für die Heizölindustrie als Öl-Wärme-Institut. Seit seiner Gründung ist es gemeinnützig und wissenschaftlichen Standards verpflichtet. Das Institut mit Sitz in Herzogenrath kooperiert als An-Institut mit der RWTH Aachen, ist von dieser aber finanziell, organisatorisch und personell unabhängig. Für seine Forschungsarbeit wirbt das Institut Fördermittel aus Programmen der EU, des Bundes und der Länder ein.

Arbeitsgebiete reichen von Forschung zu grünen Kraftstoffen bis zu Labortests

Zu den vom OWI untersuchten alternativen flüssigen Energieträgern zählen biogene und strombasierte Fuels, darunter HVO, grünes Methanol und Ammoniak. Dazu besteht große Expertise aus Projekten zur Konversion von biogenen Rest- und Abfallstoffen und bei Wasserstofftechnologien. Ebenso untersucht OWI integrierte Energiesysteme, die auf Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit ausgelegt sind, etwa für den Bereich Power-to-Liquid (PtL). Forschungsschwerpunkte liegen zudem auf der Integration von Abwärmenutzung, auf emissionsarmer Energieumwandlung unter Extrembedingungen in der Hochtemperaturtechnik sowie künftig auf CO2-Abscheidungstechnologien. Ergänzend bietet OWI industrienahe Dienstleistungen an, von Studien über Laboruntersuchungen bis hin zu anwendungsnahen Prüfständen zu Brenn- und Kraftstoffqualitäten im Zusammenwirken mit Materialien.

 

Die neuen OWI-Geschäftsführerinnen Karolina Kumarasingham und Dr.-Ing. Sangeetha Ramaswamy